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Wiesenvögel

https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/spenden/33712.html

Der NABU betreibt gerade eine sehr verdienstvolle Kampagne zur Rettung von Wiesenvögeln in der Eider-Treene-Sorge-Niederung.

Leider ist im Text nur von landwirtschaftlicher Nutzung als Problem die Rede ohne das zu spezifizieren. Für das niederländische Gelderland ist das schon mal genauer untersucht worden. Die Studie über Vögel auf Viehweiden

https://www.wecf.org/nl/wp-content/uploads/2020/03/OnderzoeksrapportJBMM-web.pdf zeigt klar den Zusammenhang mit der Nutzung besonders von Pestiziden auf, die nicht nur direkt toxisch wirken sondern auch die Insektenzahl z.B. in Dung reduzieren und damit das Nahrungsangebot für Wiesenvögel verknappen.

 

Zusammenfassung:

"Die Pestiziden kommen vor allem über das Kraftfutter, wahrscheinlich über das Ge-
treidestroh, das als Streusel in den Ställen verteilt wird, sowie via Stoffe für die Bekämpfung von In-
sekten in Ställen und Mistkellern, in die Betriebe. Über den Dung werden diese Stoffe alle auf das
Land ausgefahren.
Weitere mögliche Kontaminierungsquellen sind Ablagerung (aus der Luft), verschmutztes Oberflä-
chenwasser, Schlamm aus Wassergräben und Pestiziden die früher die Betriebe belastet haben und
dort zirkulieren. Außerdem wurden in Silage und Heu große Mengen sehr schädlichen Pestiziden
gefunden. Auch Tiermedikamente, die auf den Betrieben verwendet werden, enthalten manchmal
sehr starke Insektiziden. Die Bodenkontaminierung von ökologischen Betrieben ist zwar etwas gerin-
ger, aber auch ökologisches Kraftfutter und Mist enthalten wahrscheinlich noch zu viele Pestiziden
um das Ökosystem langfristig ausreichend schützen zu können. Die sehr vielen Pestiziden im Kraftfut-
ter können von der Produktion, der Lagerung und/oder den Transportmitteln stammen. Die Maß-
nahmen, die notwendig sind, um das Ökosystem der Weiden gegen eine Überdosis von Pestiziden zu
schützen, sind ziemlich simpel:
1. Es muss den Viehhaltern nachvollziehbar gemacht werden, welche Inhaltsstoffe es im Futter,
das sie ankaufen möchten, enthalten ist. Das würde den Viehhaltern die freie Wahl lassen.
2. Vor allem ökologische Betriebe sollten kein konventionelles Stroh ankaufen
3. Die MRL-Norme (Maximum Residue Limit) für Viehfutter sollten auf Grund von ökologischen Un-
tersuchungen revidiert werden
4. Bessere Informationen für Viehhalter über die ökologischen Konsequenzen der Pestiziden, die sie
in Ställen und auf Vieh gegen Parasiten verwenden und die möglichen Alternativen dafür auf-
zeichnen."

 

Bernd Wille (die Grammatik in der Zusammenfassung ist nicht von mir)

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