Die EU hat jetzt den Sprung vom fortschrittlichsten (weil restriktivsten) Markt für Gentechnologie zum demnächst wohl bevorzugten Experimentierfeld der Gentechnik-Konzerne geschafft.
Greenpeace-Studie zu Gentechnik-Kennzeichnung.
Immerhin hat ein Teil des Einzelhandels (Aldi Nord und Süd, Rewe und Penny) sich zur Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten bekannt, Aldi, Rewe und Penny setzen das auch in den momentan geregelten Bereichen, also Trinkmilche, Eiern und Geflügel weitgehend um.
Es geht um die Zulassung von Produkten der "Neuen Gentechnik" teilweise ohne Risikoprüfung.
Das Europäische Parlament hat mit breiter Mehrheit festgelegt, dass gentechnisch veränderte Pflanzen (NGT 1) nicht patentierbar sein sollen. Patente würden zu Rechtsunsicherheit, hohen Kosten und monopolähnlichen Strukturen führen und in der Konsequenz zu weniger Saatgutvielfalt.
Mit Hilfe einer öffentlich zugänglichen Version des KI-Bots ChatGPT 4o konnte in einem gemeinsamen „Proof-of-Concept“-Projekt von Aurelia Stiftung, Testbiotech und Save Our
Seeds (SOS) der Bauplan für einen insektengiftigen Mais erzeugt werden, der sämtliche Bedingungen des aktuellen Gentechnik-Gesetzentwurf der EU erfüllt, um ohne Risikoprüfung freigesetzt werden zu können.
Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft diskutiert auf ihrer Website sehr ausführlich die sehr bedauerliche Entwicklung der Vorschläge der polnischen EU-Ratspräsidentschaft zur Deregulierung der Gentechnik.
Der Entwurf zur Regelung (besser Deregulierung) der neuen Gentechnik hängt in der EU-Kommission fest. Es gibt jetzt einen neuen Entwurf der polnischen Ratspräsidentschaft,
Ziel der synthetischen Biologie ist es, komplette künstliche biologische Systeme zu erzeugen. Diese Systeme sind der Evolution unterworfen, sollen aber bis zu einem gewissen Grad „mutationsrobust“ gemacht werden. (Wikipaedia)
Die Weltnaturschutzunion befasst eine Organisation für Genetic Engineering und Biotechnologie mit Schulung und Moderation auf der Veranstaltung und gibt ein inhaltsloses Statement ab.
Testbiotech verliest Brief auf Bayer-Hauptversammlung: Teosinte (invasive mexikanische Mail-Urform) führt jetzt sochon zu Ernteverlusten und kann durch Gentransfer Wachstumsvorteile bekommen.
- Testbiotech weist darauf hin, dass die EU-Kommission (bzw. das beauftragte Gremium) eine sehr weitreichende Anwendung von CRISPR-CAS (neudeutsch NGT)-Manipulationen nicht berücksichtigt hat.
Wie Le Monde berichtet hat die französische Agentur für Ernährungssicherung, Umwelt und Arbeitsschutz eine Stellungnahme zur Gentechnik-Deregulation abgegeben, die diametral dem Abstimmungsverhalten der französischen Delegierten in Brüssel zuwiederlief und bis zur Absatimmung zurückgehalten wurde.
Es gibt jetzt eine erste Entscheidung des EU-Parlaments pro Deregulierung grüner Gentechnik aber mit erheblichen Änderungsanträgen.