Per- und polyfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFAS)

IIHC, Investor Initiative, zu der Storbrand, Allianz Investment Management und BNP Paribas gehören: "Hersteller und Anwender von PFAS-Chemikalien sind großen Haftungs- und Versicherungsrisiken ausgesetzt, die an die Risiken erinnern, die in der Vergangenheit mit Asbest verbunden waren, und die den langfristigen Wert der an der Herstellung und dem Verkauf dieser Chemikalien beteiligten Unternehmen erheblich beeinträchtigen könnten."
Die Forschung sei auf dem Wege, es sei in der Regel auch in schwierigen Fällen möglich, Alternativen zu entwickeln. Tatsächlich gäbe es möglicherweise einen "lock-in" Effekt (Verhinderung von Fortschritt) weil in vielen Bereichen einfach zu handhabende fluorierte Verbindungen die Suche nach neuen Konzepten verhindert haben. Die Wissenschaft sei aufgerufen, bessere, sicherere Technologien zu entwickeln.
Sowohl Robert Habeck als auch die CDU sind der Lobbykampagne gegen das PFASVerbot aufgesessen. Es gibt jetzt (danke an Tom Kurz von Form Umwelt und Entwicklung) einige gute journalistische Aufarbeitungen des Themas.
Es läuft gerade eine intensive Kampagne zur Verhinderung oder Verwässerung des angestrebten PFAS-Verbots. Dazu hier eine Reihe von erhellenden Beiträgen: https://chemsec.org/the-claim-that-pfas-are-critical-to-the-green-economy-is-complete-hyperbole/ https://chemsec.org/slam-debunkin-three-myths-about-fluoropolymers/ siehe auch andere Beitträge zum Thema auf der Chemsec-Seite. B.Wille
PFAS-Manifest und verlinkte Informationen
Angesichts der Absicht der EU-Kommission, ein generelles PFAS-Verbot einzuführen, laufen jetzt verzweifelte Versuche der Industrie, die sich abzeichnenden Bestimmungen soweit wie möglich zu verwässern
Tap-Talk mit über Mikroplastik und Chemikalien und die Zukunft der Trinkwasserversorgung. Dr. Silvia Pleschka, Chemikalienexpertin für Women engaged for common future (WECF) Jochen Kuckelkorn, Fachgebietsleiter II 3.6 – Toxikologie des Trink- und Badbeckenwassers im Umweltbundesamt (UBA) Dr. Katrin Wendt-Potthoff, Abteilung Seenforschung im Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Prof. Dr Anja Hentschel, Professorin für Umwelt- und Energierecht an der Hochschule Darmstadt
Sehr lesenswerte Zusammenfassung zum PFAS-Markt.
Vielleicht einer der aufrüttelndsten Befunde: da PFAS zum Teil über die Luft verbreitet werden erfüllt Regenwasser inzwischen in den USA und Dänemark im städtischen und ländlichen Umfeld (außer abgelegene Gebiete) nicht mehr die Kriterien für Trinkwasser. Man kann sich vorstellen - bzw. man kann wahrscheinlich berechnen wann dieser Segen in unseren Trinkwasserreserviors ankommt.
PFAS - lokale Belastungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

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