Ich gebe hier einen Aufruf von Chemsec zum "Optimus-Paket" weiter. Mit diesem Paket will die Eu-Kommission die Kosmetikproduktverordnung entschärfen.
https://chemtrust.org/de/eu-diskussion-kosmetikverordnung/
Was soll durch Omnibus VI verändert werden?
Die Europäische Kommission schlägt vor, bedenkliche Schlupflöcher in den Regelungen der Kosmetikproduktverordnung zu schaffen. Einige der Vorschläge werden in der Positionierung des Rats der Europäischen Union übernommen und im vorläufigen Bericht des Europaparlaments sogar weiter zugespitzt:
Erleichterungen bei der Erteilung von Ausnahmen für die Verwendung von CMR-Stoffen durch die verstärkte Berücksichtigung technischer und ökonomischer Kriterien von Alternativstoffen.
Verdoppeln, Verdreifachen oder sogar Vervierfachen der Fristen, ab denen ein Verbot neuer CMR-Stoffe in Kosmetikverboten angewendet werden muss.
Der generelle Ausschluss bestimmter CMR-Stoffe aus dem bestehenden Verbot: für diejenigen CMR-Stoffe, die ihre gesundheitsgefährdenden Eigenschaften nur bei einem bestimmten Expositionsweg entfalten (d.h. nach dem Einatmen oder der oralen Einnahme), und für CMR-Inhaltsstoffe in komplexen Pflanzenextrakten (z.B. ätherischen Ölen).
Falls diese Änderungen von den europäischen Gesetzgeber*innen angenommen werden, erleichtern sie die Verwendung von krebserregenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Stoffen (CMR-Stoffen) in Kosmetikprodukten auf dem europäischen Markt.
Die aktuellen Regelungen schützen die Gesundheit der Verbraucher*innen, indem die Verwendung krebserregender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe (CMR-Stoffe) in Kosmetikprodukten grundsätzlich verboten wird, wobei streng regulierte Ausnahmen zulässig sind.
Im Zusammenhang mit dem Anstieg neuer Krebsfälle und Fruchtbarkeitsproblemen in der Bevölkerung können wir uns anhaltende Belastungen gegenüber CMR-Stoffen aus Kosmetikprodukten nicht leisten. Wir stellen fest, dass die vorgeschlagenen Änderungen einen bedeutenden Rückschritt beim Verbraucherschutz darstellen würden.
Unsere Forderungen:
Die Definition eines „geeigneten Ersatzstoffes“ muss erfüllbar bleiben: wir fordern eine Definition, die Innovation, sicherere Produkte und die Substitution von CMR-Stoffen in Kosmetik fördert, statt Ersatzstoffe restriktiv zu betrachten.
Neu identifizierte CMR-Stoffe müssen so schnell wie möglich aus Kosmetikprodukten entfernt werden: wir fordern, dass die aktuelle Frist von 18 Monaten erhalten wird.
Alle CMR-Stoffe sind potentiell gefährlich: wir fordern, dass die Verwendung aller CMR-Stoffe in Kosmetika verboten wird, unabhängig von dem bestimmten Expositionsweg und dass keine Ausnahmen für CMR-Inhaltsstoffe in komplexen Pflanzenextrakten gemacht werden, in Abwesenheit der nötigen wissenschaftlichen Daten.
Ambitionierte europäische Chemikaliengesetzgebung, insbesondere die Modernisierung der REACH Verordnung.
Es gibt auch ein sehr gutes Tool zum Versenden von Mails an EU-Abgeordnete:
https://shaketonpolitique.org/de/interpellations/omnibus-6/
Bernd Wille

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