Correctiv hat eine Schwachstelle in der Badewasserverordnung aufgedeckt: in Deutschland wird jede Badestelle aufwändig mikrobiologisch überwacht (und das ist gut so). Leider werden in der Regel keine chemischen Parameter geprüft, was für viele Badestellen zuviel des Aufwands wäre aber in einigen Fällen dazu führt, dass wir in Wasser baden, das mit Quecksilber-(verbindungen), Flammschutzmitteln oder PFAS und anderen bedenklichen Chemikalien belastet ist.
Die Reaktion der befragten Behörden kennen wir schon: es wird gemauert. Ergebnisse werden nicht veröffentlicht oder nur in für Normalsterbliche unverständlichen Aushängen mitgeteilt und Anfragen nach Befunden abgewiesen.
Charakteristisch die Reaktion auf Probleme mit Sickerwasser aus einer Deponie in Sachsen:
"Allerdings würde eine Sanierung der Altlast schätzungsweise rund 12 Millionen Euro kosten. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Wolfram Günther (Grüne) hervor. Günther, Sachsens ehemaliger Umweltminister, sagt: „Bitte keine Panikmache. Aber wegschauen ist auch keine Lösung.” Die Behörden seien überfordert. „Die Landkreise haben gar nicht die Ressourcen, um diese Probleme angemessen anzugehen, deshalb schieben sie das Thema vor sich her. Wir dürfen die Verantwortlichen vor Ort damit nicht allein lassen.“
Genau das aber geschieht und mancher Politiker freut sich auf die Abschaffung der Auskunftspflicht an NGOs und allerlei anderen "Bürokratieabbau".
Was tun? 1. Hinsehen und ggf nachfragen (solange es noch geht). 2. Man könnte sich an der Correctiv-Unterschriftenaktion gegen Abbau von Informationspflichten
beteiligen.
https://correctiv.link/ich-bin-fuer-einen-transparenten-staat
Bernd Wille

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