Auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) in Kanada hatten sich die Teilnehmenden Länder zum Ziel gesetzt, die Toxizität der ausgebrachten Pestizide bis 2030 zu halbieren.
Eine globale Strategie mit Übergang zu weniger toxischen Wirkstoffen, verstärktem Biolandbau und Transparenz der nationalen Ausbringungsdaten ist notwendig um dem UN-Ziel näherzukommen.
Es sieht nach einer "bewährten" Strategie aus Zeiten des letzten schwarz-roten Bündnisses aus: man verpflichtet sich heren Zielen, unternimmt dann nichts bzw. das Gegenteil und wundert sich dann öffentlichkeitswirksam, dass es nicht geklappt hat. So geht das offenbar jetzt auch bei der Pestizidreduktion.
Niedersachsen gibt die vom NABU angefragten Einsatzdaten für Pestizide frei – das teilte die niedersächsische Landwirtschaftskammer in einem Schreiben an das Verwaltungsgericht Oldenburg mit. Damit kommt auch das letzte Bundesland seiner Auskunftspflicht laut Umweltinformationsgesetz beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nach.